tinglytime das erste mal auf der Messe

Wie tinglytime seinen Weg auf die Passion in Hamburg fand

So begann alles

Tinglytime wurde im Jahr 2021 von mir, Benjamin Reck, gegründet – mit dem Ziel, nachhaltige und handgefertigte Sextoys aus Holz zu entwickeln. Ich wollte eine echte Alternative zu den handelsüblichen Dildos und Plugs schaffen, die in der Regel aus Silikon bestehen und meist in Fernost industriell gefertigt werden. Neben fragwürdigen Produktionsbedingungen ist auch der CO₂-Fußabdruck solcher Produkte häufig alles andere als klimafreundlich.

Natürlich gab es schon einige Anbieter für Holzspielzeug – aber weder Design noch Funktionalität konnten mich überzeugen. Ich sah großes Potenzial, gerade in der Kombination aus massivem Holz und einem speziell entwickelten, gesundheitlich absolut unbedenklichen Epoxidharz. Dieses Harz ist hypoallergen, schadstofffrei und basiert auf ökologischen Komponenten – ideal für Körperkontakt. Damit ergaben sich völlig neue Möglichkeiten in der Gestaltung und Haptik.

Sexspielzeug als Tabu: Die unsichtbare Hürde

Doch von Anfang an war klar: Das eigentliche Produkt ist nicht die größte Herausforderung – es ist die Kommunikation darüber. Noch immer ist das Thema Sexualität, insbesondere Sexspielzeug, mit vielen Tabus behaftet. Diese gesellschaftliche Zurückhaltung haben wir selbst im engen Umfeld gespürt. Gerade in Freundes- und Familienkreisen war das Thema oft mit Scham besetzt oder wurde ganz gemieden.

Diese Haltung erschwert die Vermarktung erheblich. Es fehlt an offenem Austausch, an ehrlichem Kundenfeedback und an der so wichtigen Mundpropaganda. Hinzu kommt die restriktive Haltung großer amerikanischer Plattformen wie Google, Facebook, Amazon und Instagram. Anzeigen werden abgelehnt, organische Reichweite unterdrückt, Inhalte entfernt – besonders bei neuen, kleineren Marken wie unserer. Eine faire Chance auf Sichtbarkeit gibt es kaum.

Der Anruf, der alles veränderte

Im Jahr 2022 bekam ich einen Anruf, der den Verlauf unserer Geschichte maßgeblich beeinflussen sollte. Anne von Enzberg meldete sich bei mir – sie und ihr Mann Michael organisieren einige der renommiertesten Erotik- und Fetischmessen Deutschlands: die Passion in Hamburg, die Obscene in Karlsruhe und die Dark Affair in Leipzig.

Anne nahm sich fast 45 Minuten Zeit, um mir mit ihrer offenen, sympathischen Art alles über den Ablauf einer Messe zu erklären: Standaufbau, Technik, Besucherströme, Atmosphäre. Danach hatte ich ein klares Bild vor Augen. Gemeinsam mit meiner Frau, die mich seit der ersten Stunde in allen Belangen unterstützt, fassten wir den Entschluss: Wir nehmen an der Passion in Hamburg teil.

Produkte, die uns von Anfang an begleiten

Seit unserer ersten Messe haben wir einige Stücke im Sortiment, die schnell zu echten Favoriten geworden sind. Hier könnt ihr die beliebtesten Highlights unserer Besucher entdecken – vielleicht findet ihr auch euer persönliches Lieblingsstück.

Ein besonderes Highlight: unser außergewöhnlicher Stacheldraht-Dildo – ein echtes Unikat, das immer für Gesprächsstoff sorgt.

Stacheldraht-Dildo

Handgefertigt aus edlem Holz und umwickelt mit echtem Stacheldraht: Dieses außergewöhnliche Stück vereint rauen Charme mit einzigartiger Handwerkskunst. Für alle, die das Besondere suchen und sich nicht mit dem Gewöhnlichen zufriedengeben.

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Zebrano-Dildo – Natur trifft Eleganz

Gefertigt aus edlem Zebrano-Holz, begeistert dieses Toy durch seine außergewöhnliche Maserung und die seidige Oberfläche. Jeder Dildo ist ein Unikat, das Eleganz und Natürlichkeit perfekt verbindet. Erhältlich in zwei Größen – für individuelles Vergnügen und höchsten Komfort.

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Ketten-Dildo – kraftvoll & außergewöhnlich

Dieses handgefertigte Unikat vereint edles Holz mit robusten Kettenelementen und schafft so eine unverwechselbare Optik. Ein Toy, das Stärke ausstrahlt und mit seinem markanten Design für Aufmerksamkeit sorgt – perfekt für alle, die etwas Besonderes suchen.

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Die Vorbereitungen: Vom Wohnzimmer zum Messestand

Uns blieben ein paar Monate Zeit zur Vorbereitung – und die vergingen schnell. Besonders hilfreich war, dass auf der Messe bereits viele Dinge vorhanden waren: Stromanschlüsse, Trennwände, Tische und Möbel konnten wir direkt über den Messebauer buchen. Das hat uns enorm entlastet.

Zuerst überlegten wir, welche Produkte wir mitnehmen und wie viele Stücke wir im Vorfeld produzieren wollten. Parallel planten wir unseren Auftritt: Welche Banner und Plakate brauchen wir? Wie präsentieren wir unsere Produkte ansprechend? Welche Farben und Materialien passen zu unserer Marke?

Zur besseren Visualisierung klebten wir die Maße des Messestands mit Kreppband auf den Wohnzimmerboden und testeten verschiedene Anordnungen. Einfache Mittel, aber sehr effektiv! Zusätzlich kümmerten wir uns um neue Flyer, Visitenkarten, ein Kassensystem, die Annahme von Sonderbestellungen und den sicheren Transport unserer Produkte.

Die Vorfreude wuchs – genauso wie die Nervosität.

Der große Tag: Unsere erste Messe beginnt

Die Messe rückte näher. Wir entschieden uns, am Freitagmorgen anzureisen, obwohl die Messe bereits um 15:00 Uhr öffnete – was bedeutete: früh aufstehen, 540 Kilometer Fahrt, und direkt mit dem Aufbau loslegen. Dank Annes Tipps wussten wir genau, wo wir hinmussten und wie alles organisiert war.

Als wir in Hamburg-Schnelsen ankamen, ging es sofort los. Der Stand war noch leer – also verlegten wir Teppich, stellten Tische auf, hingen Banner, verteilten Kabel und präsentierten schließlich stolz unsere Produkte. Alles lief reibungslos, und wir waren pünktlich fertig. Schon beim Aufbau kamen wir ins Gespräch mit anderen Ausstellern – alle freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen. Es war sofort spürbar: Wir sind hier willkommen.

Erfahrungen, Feedback – und ein kleiner Dämpfer

Pünktlich um 15:00 Uhr öffneten sich die Türen, und die ersten Besucherinnen strömten in die Halle. Auch unser Stand im Obergeschoss wurde schnell entdeckt. Was wir jedoch lernen mussten: Als neue Marke hat man es nicht leicht. Viele Besucherinnen steuern gezielt bekannte Marken an.

Trotzdem gelang es uns, mit vielen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Diese Gespräche waren das eigentlich Wertvolle der Messe. Noch nie zuvor hatten wir so viel direktes Feedback erhalten. Die Eindrücke, Rückmeldungen und Fragen der Besucher*innen waren für uns Gold wert – sie haben unsere Perspektive auf unsere Produkte verändert.

Zugegeben: Der Umsatz blieb deutlich hinter unseren Erwartungen zurück. Aber das Feedback war unbezahlbar. Wir erfuhren, welche Designs besonders gut ankamen, welche Materialien gewünscht wurden und welche Fragen und Unsicherheiten Kund*innen noch haben. Diese Einblicke kann kein Onlineshop und keine Umfrage je liefern.

Der Abschied – und ein Ausblick in die Zukunft

Nach drei intensiven Tagen neigte sich die Messe dem Ende zu. Sonntagabend bauten wir unseren Stand ab – mit einem kleinen Kloß im Hals. Der Stand war in dieser Zeit zu einem Stück Zuhause geworden. Am Montag machten wir uns in aller Ruhe auf den Heimweg. Die Fahrt nutzten wir, um über die Zukunft zu sprechen.

Wir wussten jetzt viel genauer:

  • Welche Produkte wir weiterentwickeln wollen.

  • Was unser Publikum sucht.

  • Und wie unser Stand künftig noch ansprechender gestaltet werden kann.

Die Teilnahme an der Passion war ein Wendepunkt für Tinglytime. Sie hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind – und wie wichtig es ist, in direkten Austausch mit Menschen zu treten, um wirklich zu verstehen, was sie bewegt.

Unsere Messepremiere in Hamburg hat nicht nur wertvolle Türen geöffnet, sondern die Weichen für die Zukunft von tinglytime.de gestellt.

Produkte, die nach der Messe entstanden sind

Durch die Passion im Jahr 2021 haben wir unglaublich viel Inspiration gesammelt. Nach sehr viel Kundenfeedback und interessanten Gesprächen haben wir uns entschlossen unser Produktportfolio stark zu erweitern. Einige der ersten Produkte die nach der Messe entstanden sind, seht ihr hier.

Paddle to go

Diese kleinen Paddles passen in jede Handtasche und sind die perfekten Begleiter eines jeden BDSM-Liebhabers. Sie Hinterlassen nach dem Schlag einen Abdruck in Form des Bildes auf der Vorderseite.

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Paddle mit Noppen

Ein Paddle in einer angenehmen Größe. Es liegt super in der Hand und sieht dazu auch noch toll aus. Die Noppen erzeugen ein leichtes kribbeln auf der Haut. Ein Must have für jeden Interessierten.

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Paddle in außergewöhnlicher Optik

Ein absoluter Hingucker. Dieses Paddle hat durch sein hohes eigengewicht eine große Schlagkraft. Die Optik ist unvergleichlich. Das Paddle ist sehr robust und liegt sehr gut in der Hand.

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