Was unterscheidet BDSM-Messen von klassischen Erotikmessen?
Auf den ersten Blick könnte man denken: Eine Messe rund um Erotik ist immer gleich. Stände mit Toys, ein paar Shows, vielleicht etwas Fetischmode – fertig. Doch wer schon einmal sowohl eine klassische Erotikmesse als auch eine BDSM-Messe besucht hat, weiß: Zwischen den beiden Formaten liegen oft Welten.
Wir sprechen hier aus eigener Erfahrung. Seit mehreren Jahren sind wir gemeinsam auf ganz unterschiedlichen Veranstaltungen unterwegs – sowohl als Aussteller mit unseren handgefertigten Toys als auch als neugierige Besucher. Dabei haben wir die großen Publikumsmessen erlebt, auf denen es von Dessous über Liebesspielzeug bis hin zu Showbühnen alles gibt, was das Herz begehrt. Aber auch die spezialisierten BDSM-Events, bei denen der Fokus viel stärker auf einer bestimmten Szene, intensiven Fachgesprächen und gezielten Workshops liegt.
In diesem Artikel möchten wir dir zeigen, wie sich die beiden Messearten unterscheiden – in ihrer Atmosphäre, ihrem Publikum, dem Angebot und den ungeschriebenen Regeln. So kannst du besser einschätzen, welche Art von Veranstaltung zu dir passt – oder ob vielleicht sogar beide spannend für dich sind.
Grundlegende Unterschiede im Konzept
Auch wenn sich beide Formate mit ähnlichen Themen beschäftigen, unterscheiden sich BDSM-Messen und klassische Erotikmessen schon in ihrer Grundidee – und das merkt man sofort.
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Zielgruppe
Klassische Erotikmessen wie die Venus Berlin richten sich an ein sehr breites Publikum: Paare, Singles, Neugierige und Menschen, die einfach mal stöbern wollen. Das Angebot ist so gestaltet, dass auch Besucher ohne Vorerfahrung leicht Zugang finden.
BDSM-Messen wie die Passion Hamburg oder die Obscene Karlsruhe sprechen gezielt Menschen an, die nach spezialisierten Produkten, Fachwissen oder Kontakten aus der BDSM- und Fetischwelt suchen. Einsteiger sind willkommen, aber die Inhalte sind meist deutlich spezieller. -
Thematische Schwerpunkte
Auf klassischen Erotikmessen steht Vielfalt im Vordergrund – von Dessous und Lingerie über Liebesspielzeug bis hin zu Showbühnen mit Live-Performances. Die Venus bietet vor allem Entertainment, breite Produktauswahl und einen starken Eventcharakter.
BDSM-Messen hingegen konzentrieren sich stark auf die Szene: Bondage-Workshops, Schlaginstrumente, restriktive Kleidung, Fesselmöbel und praxisnahe Vorführungen. Auf der Passion und der Obscene erlebt man deutlich mehr Fachgespräche und Live-Demos, die direkt auf die Bedürfnisse der Community zugeschnitten sind. -
Präsentationsstil
Klassische Erotikmessen setzen auf Entertainment, Musik und ein offenes Konzept, bei dem Showelemente einen großen Teil ausmachen.
BDSM-Messen sind oft ruhiger und intimer, mit Fokus auf gezielten Austausch, fachlicher Tiefe und einem sicheren Rahmen für Szenemitglieder.
Wer beide Messearten kennt, merkt den Unterschied schnell: Eine Messe wie die Venus fühlt sich an wie ein großes, buntes Festival der Erotik, während Veranstaltungen wie die Passion oder die Obscene eher wie ein fokussiertes Treffen unter Kennern wirken – mit klarer thematischer Ausrichtung und tiefergehenden Inhalten.
Das Publikum
Der vielleicht deutlichste Unterschied zwischen einer BDSM-Messe und einer klassischen Erotikmesse zeigt sich beim Publikum.
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Klassische Erotikmessen
Auf Veranstaltungen wie der Venus Berlin ist das Publikum sehr gemischt: Paare, Singles, Freundesgruppen, aber auch viele Menschen, die einfach neugierig sind und zum ersten Mal ein solches Event besuchen. Die Besucher haben oft sehr unterschiedliche Erwartungen – vom lockeren Shoppingbummel bis zum reinen Entertainment. Man sieht sowohl Alltagskleidung als auch auffällige Outfits, aber es gibt in der Regel keinen Dresscode. -
BDSM-Messen
Auf Messen wie der Passion Hamburg oder der Obscene Karlsruhe ist der Anteil an erfahrenen Szenemitgliedern deutlich höher. Viele Besucher kommen gezielt, um sich mit Herstellern, Händlern und anderen Interessierten auszutauschen. Hier sind Fachgespräche über Materialien, Techniken und Anwendung ganz normal. Kleidung kann variieren – von Alltagslook bis hin zu aufwendigen Fetisch-Outfits. Auf manchen Veranstaltungen gibt es sogar feste Dresscode-Zeiten oder -Bereiche, in denen Alltagskleidung nicht erlaubt ist.
Unsere Erfahrung zeigt:
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Auf klassischen Erotikmessen ist der Einstieg für Neulinge besonders leicht, da das Angebot breit gefächert ist und die Atmosphäre eher wie ein buntes Festival wirkt.
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Auf BDSM-Messen fühlen sich vor allem Menschen wohl, die gezielt tiefer in die Szene eintauchen oder hochwertige, spezialisierte Produkte kennenlernen möchten.
Trotz dieser Unterschiede gilt für beide Formate: Die Atmosphäre ist in der Regel respektvoll, und jeder kann selbst entscheiden, wie offen er oder sie auftreten möchte.
Angebot & Aussteller
Der Charakter einer Messe spiegelt sich immer im Angebot der Aussteller wider – und hier gibt es zwischen BDSM-Messen und klassischen Erotikmessen deutliche Unterschiede.
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Klassische Erotikmessen
Auf Events wie der Venus Berlin reicht die Produktpalette von Dessous und Lingerie über Erotikfilme, Lovetoys und Gleitmittel bis hin zu Lifestyle-Produkten, die nicht direkt etwas mit Sexualität zu tun haben. Viele Aussteller sind große Handelsmarken, Onlineshops oder Importeure. Neben den Verkaufsständen gibt es häufig große Showbühnen, Autogrammstunden mit Darstellern aus der Erotikbranche und Promotionaktionen. -
BDSM-Messen
Auf der Passion Hamburg oder der Obscene Karlsruhe ist das Sortiment deutlich fokussierter: Bondage-Seile, Schlaginstrumente, restriktive Kleidung, Fesselmöbel, spezielle Möbel für Sessions, Masken, Latex- und Lederwaren, handgefertigtes Zubehör. Viele Stände werden von kleinen Manufakturen oder spezialisierten Händlern betrieben. Hier stehen oft Beratung, Qualität und individuelle Anfertigungen im Vordergrund. Workshops und Live-Demos ersetzen zum Teil die klassische Showbühne.
Unsere Erfahrung zeigt:
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Auf klassischen Erotikmessen hat man eine enorme Produktvielfalt, aber die Beratung ist oft weniger spezialisiert.
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Auf BDSM-Messen ist die Auswahl gezielter, aber die Gespräche sind tiefergehend und oft sehr praxisnah.
Für uns als Aussteller mit handgefertigten Toys ist der Unterschied deutlich spürbar:
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Auf einer Messe wie der Venus kommen viele Besucher eher zufällig an die Stände der Aussteller
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Auf einer Messe wie der Passion oder Obscene suchen die Menschen ganz gezielt nach hochwertigen, besonderen Produkten – und bringen oft schon konkrete Fragen mit.
Atmosphäre und Regeln
Die Atmosphäre auf einer Messe wird nicht nur durch die Aussteller und Besucher geprägt, sondern auch durch die ungeschriebenen – und oft sehr klar kommunizierten – Regeln.
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Klassische Erotikmessen
Veranstaltungen wie die Venus Berlin haben oft einen Event-Charakter: Laut, bunt, schnell. Musik, Moderationen und Showacts sorgen für Dauer-Action. Besucher bewegen sich frei durch alle Bereiche, und Fotos sind in vielen Zonen erlaubt (außer an klar gekennzeichneten Ständen). Die Stimmung erinnert an ein Festival – locker, offen, manchmal ein wenig chaotisch. -
BDSM-Messen
Auf Events wie der Passion Hamburg oder der Obscene Karlsruhe ist die Atmosphäre deutlich fokussierter und intimer. Hier gilt grundsätzlich ein striktes Foto- und Filmverbot im gesamten Messebereich. Wer fotografieren oder filmen möchte, benötigt einen offiziellen Presseausweis. Selbst dann müssen die Aufnahmen so erfolgen, dass die Privatsphäre der Besucher gewahrt bleibt – Personen dürfen ohne deren ausdrückliche Zustimmung nicht erkennbar abgebildet werden. Diese Regeln schaffen ein hohes Maß an Sicherheit und sorgen dafür, dass sich die Gäste frei und unbeschwert bewegen können.
Dresscodes und Szeneetikette
Manche BDSM-Messen – oder bestimmte Bereiche davon – arbeiten zusätzlich mit Dresscodes. Das sorgt nicht nur für eine besondere Atmosphäre, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl unter den Gästen. Auf klassischen Erotikmessen ist Kleidung dagegen völlig freigestellt, von Alltagsoutfits bis hin zu auffälligen Fetisch-Looks.
Unsere Erfahrung:
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Auf klassischen Erotikmessen fühlt sich das Ganze oft wie ein bunter Jahrmarkt der Sinnlichkeit an.
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Auf BDSM-Messen wie der Passion oder der Obscene steht Respekt, Diskretion und Szene-Kultur klar im Vordergrund – was die Stimmung ruhiger, konzentrierter und vertrauensvoller macht.
Bildungs- und Community-Aspekt
Neben dem Verkauf von Produkten spielen auf Messen auch Bildung, Aufklärung und die Möglichkeit zur Vernetzung eine große Rolle – allerdings in sehr unterschiedlichem Umfang.
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Klassische Erotikmessen
Auf Veranstaltungen wie der Venus Berlin steht Unterhaltung im Vordergrund. Es gibt zwar gelegentlich Vorträge oder kleinere Präsentationen, doch diese sind eher als Show-Element gedacht und weniger tiefgehend. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Erleben, Staunen und Shoppen – weniger auf der intensiven Wissensvermittlung. -
BDSM-Messen
Auf der Passion Hamburg oder der Obscene Karlsruhe ist der Bildungsaspekt ein zentraler Bestandteil. Hier finden regelmäßig Workshops, Vorführungen und Fachvorträge statt, bei denen Themen wie Bondage-Techniken, Schlaginstrumentenkunde, Sicherheitsaspekte oder Kommunikation im Spiel detailliert erklärt werden. Die Teilnehmer können Fragen stellen, Techniken direkt ausprobieren und sich praxisnahes Wissen aneignen.
Community-Treffen und Netzwerke
BDSM-Messen sind oft auch Treffpunkte für die Szene: Menschen, die sich vielleicht schon aus Foren, Stammtischen oder Clubs kennen, sehen sich hier persönlich wieder. Es entstehen neue Kontakte, Kooperationen und manchmal sogar Freundschaften. Dieser Community-Aspekt ist ein wichtiger Unterschied zu klassischen Erotikmessen, bei denen der Kontakt zwischen Besuchern eher zufällig entsteht.
Unsere Erfahrung:
Gerade auf der Passion und der Obscene merkt man, dass Besucher nicht nur „konsumieren“, sondern gezielt kommen, um ihr Wissen zu erweitern, sich auszutauschen und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Das macht diese Messen für Szenemitglieder besonders wertvoll – und für Einsteiger zu einem sicheren Ort, um in die Materie einzutauchen.
Für wen eignet sich welches Event?
Ob eine BDSM-Messe oder eine klassische Erotikmesse besser passt, hängt stark von den eigenen Interessen und Erwartungen ab.
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Klassische Erotikmessen (z. B. Venus Berlin)
Ideal für alle, die einen breiten Überblick über die Erotikbranche bekommen möchten. Perfekt für Neugierige, Paare, Freundesgruppen und Menschen, die das Thema spielerisch und ohne großen Vorwissensdruck erkunden wollen. Wer Wert auf Shows, Entertainment und Produktvielfalt legt, findet hier genau das Richtige. -
BDSM-Messen (z. B. Passion Hamburg, Obscene Karlsruhe)
Die richtige Wahl für alle, die tiefer in die BDSM- oder Fetischwelt eintauchen wollen. Geeignet für erfahrene Szenemitglieder ebenso wie für Einsteiger, die gezielt Wissen, hochwertige Produkte und den direkten Austausch mit der Community suchen. Wer ein ruhigeres, respektvolles Umfeld mit klaren Regeln bevorzugt, fühlt sich hier besonders wohl.
Unser Tipp:
Wer unsicher ist, kann auch beide Formate ausprobieren. Manche merken erst nach dem ersten Besuch, welche Atmosphäre ihnen mehr liegt. Und nicht selten entdecken Besucher, dass sie in beiden Welten etwas finden, das sie begeistert.
Fazit
Ob klassisch oder spezialisiert – beide Messearten wollen dasselbe: Menschen zusammenbringen, neue Impulse geben und Lust machen, die eigene Sexualität zu entdecken.
Klassische Erotikmessen wie die Venus punkten mit ihrer bunten Vielfalt und Entertainment-Charakter. BDSM-Messen wie die Passion oder die Obscene überzeugen durch Fachwissen, Community-Nähe und ein geschütztes Umfeld.
Wir persönlich schätzen beide Formate – jedes auf seine eigene Weise. Auf einer Erotikmesse lernen wir oft Menschen kennen, die zum ersten Mal über handgefertigte Toys oder BDSM-Zubehör nachdenken. Auf einer BDSM-Messe treffen wir viele, die schon ganz genau wissen, was sie wollen – und die unsere Leidenschaft für hochwertige, individuelle Produkte teilen.
Am Ende kommt es darauf an, welche Erfahrung du suchst: bunte Inspiration oder fokussierte Szene-Einblicke. In beiden Fällen kann ein Messebesuch den Horizont erweitern – und das weit über das eigentliche Event hinaus.
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